Es ging weiter mit dem Leben im Dorf und der Zeit des 30-jährigen Krieges. Müller beschrieb den Wiederaufbau des Dorfes im 17. Jhdt. und die Hungerjahre mit dem Jahr ohne Sommer 1816. Thematisiert wurde auch die Zeit der Räuber, die vor allem aufgrund von Bevölkerungswachstum und fehlender Existenzgrundlagen emporkamen. Auch ihnen dürfte der gut versteckte Weiler im hessisch-badischen Grenzgebiet nicht unbekannt gewesen sein, bot er doch einen vorzüglichen Schlupfwinkel mit vielen Wegen.
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Im zweiten Teil des Abends berichtete Müller - inzwischen als wohlhabender Bauer gekleidet - von der Zeit, als das Fürstenhaus Leiningen im Odenwald sesshaft wurde. Er beschrieb die Errichtung des fürstlich leiningenschen Wildparks und erläuterte die Funktion der Torhäuser an den Hauptzugangswegen. Der Historiker informierte zudem über die Bevölkerungsschwankungen sowie über die Auflösung des Weilers aufgrund seiner Lage mitten im Wildpark ab dem Jahr 1830. Er beschrieb zudem die kirchlichen und schulischen Verhältnisse von Galmbach bzw. Eduardsthal. Etwas näher betrachtet wurde die Zeit der letzten Bewohner des Weilers nach dem zweiten Weltkrieg. Auch die Zeit der Pfadfinder wurde angeschnitten. Thomas Müller wusste auch Geschichten und humorvolle Anekdoten sowie Sagen rund um Galmbach bzw. Eduardsthal zu berichten. Der komplette Vortrag war unterlegt mit 138 ausgewählten Fotos und Karten, welche die Zuhörer in die jeweilige Epoche zurückversetzten.
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Forsthaus in Eduardsthal
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In einem dritten Teil des Abends berichtete der Heimatforscher in einem separaten Vortrag über die Bildstöcke von Galmbach. Auf seiner Gemarkung standen einst drei Bildstöcke. Zudem gab es eine halbfigürliche Madonna in einer kleinen Wegekapelle. Diese „Galmbacher Madonna“ ist Thema zahlreicher Aufsätze, die inhaltlich zumeist auf die Erkenntnisse von Gotthilde Güterbock zurückgreifen. Der Historiker beschrieb die Odyssee der „Galmbacher Madonna“ und die Hintergründe ihrer Stiftung durch Pankratius Frank aus Galmbach im 18. Jhdt. Auch dieser Vortrag war unterlegt mit zahlreichen Fotos und Detailaufnahen der Madonnenfigur.
Am Ende des langen, aber kurzweiligen Abends stellte Müller die Frage nach dem, was von dem kleinen Weiler bleibt. Er bedankte sich bei den teils weit gereisten Gästen, bevor er zum gemütlichen Beisammensein und zur Diskussion über Galmbach bzw. Eduardsthal einlud und sein mehrstündiger Monolog in einem Dialog mit den Gästen endete.
Thomas Müller
Am Ende des langen, aber kurzweiligen Abends stellte Müller die Frage nach dem, was von dem kleinen Weiler bleibt. Er bedankte sich bei den teils weit gereisten Gästen, bevor er zum gemütlichen Beisammensein und zur Diskussion über Galmbach bzw. Eduardsthal einlud und sein mehrstündiger Monolog in einem Dialog mit den Gästen endete.
Thomas Müller
